© Michaela Ebner | 2021
Aus dem Leben,  Kochen & Backen,  Natur & Garten

Was für ein Winter

Dieser Winter war ein Traum für Groß und Klein. Wir hatten ab 23.12.2020 für 2 Wochen Urlaub, es war der erste gemeinsame Urlaub in diesem Jahr. Begonnen hat alles mit Schnee, mit Unmengen an Schnee. Innerhalb kürzester Zeit hat es ca. 1,5 Meter geschneit. Den ganzen Urlaub sind wir aus dem Schneeschaufeln nicht herausgekommen – „Spatzen“ (Muskelkater) waren vorprogrammiert, aber es war herrlich!

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Das Staunen über diese Massen an Schnee war groß.

Dank der Hanglage unseres Grundstücks hatten wir auch einen Winterfreizeitpark im Garten. Drei verschiedene Rodelstrecken (zwei für die Kleinen, eine für die Großen), ein Iglu und eine Schneeburg waren bei den Mengen an Schnee kein Problem. Sogar Schifahren auf der Straße war in den ersten zwei Tagen möglich.

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Mit 30cm Neuschnee war unsere Straße eine super Übungsstrecke.

„Mama, jetzt kann ich auf der Straße nicht mehr Schifahren!“, sagte mein Töchterlein weinend, als der Schneepflug das zweite Mal die Straße räumte. So viel wie diesen Winter, waren wir noch nie draußen – wirklich ein Paradies vor der Haustür.

Unsere Rodelstrecken wurden natürlich von Familie und Freunden getestet. Den Kindern machte es nichts aus, sie rutschten in allen möglichen Variationen den „Eiskanal“ hinunter. Mein Mann hatte hingegen danach mit blauen Flecken bzw. gewaltigen Po-Schmerzen zu kämpfen. Was tat ich? Ich hielt mich als kleiner Feigling dezent im Hintergrund, dokumentierte das Geschehen mit Foto und Video und stellte mich freiwillig für die kulinarische Versorgung der Gartensportler zur Verfügung. Somit habe auch ich meinen Sold erfüllt.

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Herrlich beruhigend, diese weiße Pracht.

Uns war der Lockdown komplett egal. Vor Weihnachten habe ich für den ganzen Urlaub eingekauft, damit wir nicht mehr außer Haus mussten. Als ob ich es gewusst hätte, Planung zahlt sich halt doch manchmal aus.

Zu Silvester habe ich mich das erste Mal an die essbaren Glücksbringer gewagt. Nach diesem Jahr mussten Glücksschweine her. Ich weiß nicht, warum ich immer Angst vor der Zubereitung hatte. Der Germteig ist recht flott gemacht. Dann wird der Teig ausgerollt. In zwei verschieden Größen werden die Nase und der Kopf des Schweinchens mit einer runden Form ausgestochen, ein Rechteck wird für die Ohren diagonal durchgeschnitten und zwei Rosinen dienen als Augen, mit Butter oder Eiern bestreichen und ab ins Rohr. Ruckzuck waren sie fertig und so schnell auch wieder weg. Ich schwöre, ich habe Schweinchendiebe in meinem Haus. Sie leugnen es aber bis heute.

Fürs erste Mal schauen sie nicht so schlecht aus, oder?