© Michaela Ebner | 2021
Aus dem Leben

Muttertag

Was bedeutet Muttertag für mich? Speziell am Muttertag selbst? Ausschlafen, zum Frühstück sitzen, ohne, dass ich es mir selbst richten muss und mein Kaffee wartet schon auf mich. Mein Mann hat mit meinem Zwerglein schnell noch Blumen im Garten gepflückt. Manche wurden sogar mit Wurzel übergeben. Und dann klettert mein Töchterlein auf meinen Schoß und sagt die im Kindergarten gelernten Muttertagsgedichte auf. Herzzerreißend! Tränen in den Augen ist garantiert. Und mein Mann? Er ist wahnsinnig froh, dass es den Kindergarten gibt, denn sonst hätte er Gedicht, Lied oder Geschenk organisieren müssen/können/dürfen.

Also an dieser Stelle: Danke an alle KindergartenpädagogInnen und VolksschullehrerInnen, die den Muttertag auch den Vätern erleichtern.

Die Margeriten und Gänseblümchen hat mein Zwerglein in der Früh noch im Garten gepflückt.

Das lustige an diesem Tag ist eigentlich, dass ich diese Gedichte und Lieder schon zwei Wochen vorher immer wieder aufgesagt bekommen habe. “Mama, eigentlich ist es ein Geheimnis, aber ich muss ja üben! Hilf mir!” Das ist ja wohl jedem bekannt, dass die größten Sicherheitslöcher 4-Jährige im Kindergarten sind. Sag ihnen, es ist ein Geheimnis und sie dürfen es niemandem sagen. Mit Garantie dauert es keinen Tag und Oma, Opa und alle anderen wissen davon!

Zurück zum Muttertag und diesmal ehrlich: Es gibt so viele kleine Momente, die das Mamasein so besonders machen – eben ganz viele  Muttertagsmomente. Diese passieren nicht am Muttertag selbst, sondern an jedem einzelnen Tag im Jahr.

Beim genaueren Betrachten mache ich mir über meine Zahnstellung Gedanken.

Wenn mein Zwerglein so aus dem Nichts zu mir kommt, mich umarmt und sagt: “Mama, ich hab dich lieb – vom Wohnzimmer bis in die Küche!”, oder wenn ich sie bitte, mir etwas zu bringen und sie mit einem “Mama, freilich, ich bin ja dein Helferlein!”, antwortet, dann geht mein Herz auf. “Mama, machst du dich heute für mich so schön?” oder “Ich mag heute die gleiche Frisur wie du!” zeigen mir, wie genau mich mein Töchterlein beobachtet und mich wahrnimmt.

So anstrengend 250x “Mama” pro Tag sein kann, dieses einzelne “Mama” zwischendurch ist dann etwas ganz Besonderes. Genau dann ist Muttertag!

Und dann ist da noch meine Mama!

Liebe Mama, was täte ich nur ohne dich. Danke, dass du (und auch Papa) mich zu dem Menschen werden habt lassen, der ich heute bin. Danke dafür, dass du mich in meinem Tun, egal, ob du es befürwortet hast oder nicht, immer unterstützt hast. Danke dafür, dass ich dich immer an meiner Seite weiß – lachend und weinend.

Einfach aus tiefstem Herzen: Alles Liebe zum Muttertag.