© Michaela Ebner | 2021
Aus dem Leben,  Nähen,  Natur & Garten

Garten- oder Kurzarbeit

Nach 4 Wochen in Kurzarbeit wurde mir zu Hause auch nicht fad. Ich hätte mir nie gedacht, dass ich in meinem Leben MNS-Masken produzieren werde.

12km Faden, unzählige Meter an Stoff und Gummiband später darf ich auf eine stolze Menge von 417 MNS-Masken zurückblicken und sagen: „Danke, Karriere von Herzen beendet!“ 

Highlights der Maskenproduktion:

Safety first!

Alle Stofftiere meines Töchterleins wurden auch mit Masken ausgestattet. Somit konnte sich intern wenigstens niemand anstecken.

Nach der ganzen Näherei habe ich mich schnell an die Kurzarbeit gewöhnt – alle 2 Wochen mal für einen Tag ins Büro ist auch nicht schlecht. Liegengebliebenes wird aufgearbeitet, ansonsten herrscht grausame Stille am Firmentelefon. Und den Rest der Zeit? Bin ich daheim, genieße Haus, Garten und die Zeit mit meiner Tochter.

Ich muss euch sagen, soviel Zeit für mein Unkraut hatte ich noch nie. Kaum gesehen, schon vernichtet und mein kleiner Zwerg, mit Gummistiefeln bewaffnet, immer hinter mir her. Einmal pro Woche geht’s mit Kübel & „Krampel“ bewaffnet durch den Garten und dem Unkraut an den Kragen. Nachdem ich zwischen den Lavendelstauden –  habe ja nur ca. 60 Stück – wieder mal einige Löwenzähne entwurzelt habe, finde ich meinen Unkrautkübel nicht mehr. Es herrscht Stille – verdächtige Stille.

Wo ist denn eigentlich mein kleiner Gartenhelfer? Sie hat sich den Kübel geschnappt, ihn randvoll mit Wasser gefüllt und beginnt den ausgerissenen Löwenzahn zu waschen.

Löwenzahn gehört wirklich gewaschen.

„Mama, du kannst doch nicht unsere schönen gelben Blumen ausreißen. Ich wasche sie und dann setzen wir sie wieder ein!“ Äh, sicherlich nicht.