© Michaela Ebner | 2021
Aus dem Leben

Endlich online

Es hat gedauert, das muss ich euch verraten. Im April 2020, nach dem Bekanntwerden des Corona-Virus inkl. Lockdowns, wurde der Gedanke geboren, vieles aufzuschreiben. Es hat bis zum Dezember 2020 gebraucht, also fast 8 Monate, bis ich den Mut aufgebracht habe, es durchzuziehen – und zwar richtig. Tagebuch schreiben war mir zu wenig, denn das liest ja keiner. Deshalb habe ich mich für die öffentliche Variante im World Wide Web entschieden.

Also eines sei vorab gesagt: Hätten ich und mein Perfektionismus auch meine Schwangerschaft geplant, dann wäre mein Töchterlein heute noch nicht auf der Welt.

Ich habe begonnen, Kindermund-Zitate niederzuschreiben und sie mit einem Bild und einer Geschichte in Stichworten auf Papier festzuhalten, ganz altmodisch mit der Hand geschrieben in einem Notizbuch, so als Andenken für meine Tochter an ihre Kindheit. Kurz angemerkt: Ich bin eine Verfechterin des Handschreibens und liebe Bleistifte in allen Farben und Variationen.

© Michaela Ebner | 2021
Mein schönstes Geburtstagsgeschenk war heuer ein Blumenstrauß aus Bleistiften.
Viel zu schade, um damit zu schreiben! Ein ganzer Blumentopf an Stiften wartet auf seinen Einsatz – irgendwann.

Nach Stöbern im Internet wurde mein Wunsch nach dem Schreiben für die Öffentlichkeit – ob sie es interessiert oder nicht – stärker. Dann ging mein innerer Planungstrieb mit mir durch. Wie sieht ein Blog aus? Was muss er können und wie soll er aussehen? (Layout, Logo, …). Welche Message will ich vermitteln? Jede Frage eröffnete mindestens fünf Unterfragen. Ich werde wahnsinnig! Es könnte vieles leichter gehen, wenn da nicht dieser Drang zur Struktur wäre. Manchmal ist er schon ein bisschen hinderlich. Aber was soll´s!?

Nach gefühlten 20x Um- und Neuschreiben jedes Beitrags ist es genug. Augen zu und durch! Ich habe mich für Bilder entschieden, die Beiträge eingebaut, Korrektur lesen lassen (an dieser Stelle: Danke Mama) und den Link meiner schärfsten Kritikerin geschickt. Sie hat alles gelesen und es gefällt ihr. Ich bin stolz, richtig stolz.