© Michaela Ebner | 2021
Aus dem Leben,  Basteln

Bügelperlen

Immer wieder auf der Suche nach Neuem und Abwechslung sind wir (meine Tochter und ich) auf Bügelperlen gestoßen. Wir haben uns eine große, runde Box mit 14.000 Perlen mit ein paar Steckvorlagen zugelegt. Zu Hause angekommen haben wir uns auf die kleinen, kunterbunten Dinger gestürzt. Ich kann es kaum glauben. Mein kleiner Floh, der sonst sehr schwer stillsitzen kann, sitzt ganz ruhig da und baut 2 Stunden ohne aufzusehen. Wahnsinn, ich liebe diese Bügelperlen!

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Nächster Tag – Samstag. Normalerweise werden wir um 06.00 Uhr geweckt. Normalerweise. 07.00 Uhr werde ich munter und höre es im Erdgeschoss rascheln. Da sitzt mein Töchterlein im Pyjama beim Esstisch und baut ihre Bügelperlenbilder. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich Bügelperlen liebe? Mein Zwerglein ist wie weggetreten, sucht die passenden Perlen und baut ihre Muster.

Nach ungefähr einer Woche herrscht gähnende Leere in unserer Perlenbox – 14.000 Perlen sind verbaut und gebügelt und unser Kind schreit nach Nachschub. Also ab ins Geschäft und gleich wieder eine Box gekauft! Und weiter geht’s…

„Mama, bauen wir gemeinsam?“, fragt sie mich mit diesem entzückenden Blick. Ich kann natürlich nicht widerstehen. „Mama, du sortierst die Farben raus und ich baue!“ Alles klar, Taktik verstanden. Mein Zwerg hat mich reingelegt und mich „schwupp“ als Sortiermaschine eingeteilt.

Diese Motive werden gebügelt.
Auf der Rückseite werden sie mit einem Magneten versehen.

Abends darauf bin ich wieder mal in den unendlichen Weiten des Internets auf der Suche nach Ideen und Vorlagen für Bügelperlen unterwegs – und ich sag euch, ich habe mich verloren. Ein Screenshot folgt dem anderen und wird am nächsten Tag im Büro ausgedruckt. Daheim angekommen präsentiere ich meiner Tochter unsere neue Vorlagen-Sammlung. Es war um sie geschehen – und auch um mich. Komplett süchtig haben wir Bild um Bild nachgebaut und gebügelt. Resultat: die nächsten 14.000 Bügelperlen sind weg. Ab jetzt ist es offiziell – wir sind süchtig!

© Michaela Ebner | 2021
Die Buntstifte haben wir in Schlüsselanhänger verwandelt.
Das restliche “Kleingetier” wurde mit Magneten beklebt und ziert jetzt unsere Magnetwand.

Dank meinem Mann haben wir schnell wieder Nachschub bekommen. Diesmal aber in einer großen Sortierbox, in der man die einzelnen Farben in kleine Fächer einfüllen kann. Herrlich, nicht mehr suchen und wühlen, einfach herausnehmen uns bauen. Und es gibt so viele Möglichkeiten…